Protokoll 14. September 2017 (Verhandlungstag wurde nicht eröffnet)

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Der Prozesstag am 14.09.2017 ist zwar angesetzt, alle Verfahrensbeteiligten sind anwesend, er wird jedoch wegen eines Ablehnungsgesuch des Angeklagten Eminger nicht eröffnet.

Der Verhandlungstag soll heute erst um 13 Uhr beginnen. Der Angeklagte André Eminger wird, nachdem gegen ihn Untersuchungshaft verhängt wurde, heute zum ersten Mal aus der JVA Stadelheim vorgeführt. Er ist jedoch früher im Saal als die ebenfalls in U-Haft befindlichen Angeklagten Wohlleben und Zschäpe. Der Angeklagte Gerlach betritt kurz danach den Saal. Eminger guckt mehrfach suchend nach oben auf die Empore. Nach einer Weile betreten drei Frauen den Besucher_innenbereich. Eminger lächelt und winkt ihnen. Bei diesen drei Besucherinnen handelt es sich vermutlich um Familienangehörige Emingers, u.a. seine Ehefrau Susann. Die Angeklagten Wohlleben, Zschäpe und Schultze betreten gegen 13:05 Uhr den Saal.

Der Beginn verzögert sich. Wohlleben verlässt mit seinen Verteidigern wieder den Saal, vermutlich zur Beratung. Um 13:30 Uhr kommen sie wieder rein. Der Ergänzungsrichter Peter Prechsl sitzt an seinem Platz, trägt jedoch nicht seine Robe.

Kurz darauf verkündet ein Justizangesteller über Mikrofon, dass festgestellt wird, dass außerhalb der Hauptverhandlung ein Ablehnungsgesuch des Angeklagten Eminger gegen den Senat gestellt worden sei. Die Hauptverhandlung könne daher heute nicht mit den Plädoyers der Nebenklägervertreter fortgesetzt werden; die Termine vom 14. und 19.09. würden abgesetzt, fortgesetzt werde am Mittwoch, den 20.09., um 11 Uhr. Alle Verfahrensbeteiligten und Besucher_innen verlassen den Saal wieder.

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